Nicht nur das die Wiedenbrücker Künstler und Kunsthandwerker erfolgreiche Hersteller von gesamten Kircheneinrichtungen waren, sie waren auch sehr gefragte Hersteller von Weihnachtskrippen. 
Eine alte Weihnachtskrippe, die am Starnberger See heute zu Hause ist, wurde vor kurzem im Wiedenbrücker Schule Museum, von den Nachfahren einer der erfolgreichsten Werkstätten und Ateliers vor Ort, Herrn Josef Mormann und seiner Frau Helma begutachtet.
Die farblich gefassten Figuren waren vermutlich im Umfeld des Ateliers Mormann entstanden. Einen direkten Zusammenhang oder die Herkunft aus der Hand von Julius Mormann oder dessen Vater Anton Mormann konnte indes nicht nachgewiesen werden. 
Trotzdem handelt es sich bei dem präsentierten Stück, um ein tolles Beispiel der Schnitzkunst und der Wandlungsfähigkeit der Künstler, die Vorlieben des Käufers mit berücksichtigen konnten. Die kleinen Figuren, bildeten nicht nur das überlieferte Bildprogramm ab, auch Tiere oder Kinder wurden gerne aufgenommen. Auch Honorationen fanden manchmal Eingang in den Figurenreigen. So ist z.B. von der Kirchenkrippe in Liesborn ein Pfarrer mit Kutsche überliefert.
Bildquelle: HV die vorgestellte Krippe, Helma und Josef Mormann begutachten die Krippenfiguren




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