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Burg-Tor jetzt am Wiedenbrücker Schule Museum eingebaut

Oktober 28th, 2009 · Keine Kommentare

Vermutlich um 1890 ist das jetzt am Wiedenbrücker Schule Museum eingebaute Garten/Grundstückstor der ehemaligen “Burg”, einem 1890 von Landrat Ernst Osterrath errichteten, schlossähnlichen Wohngebäude, das auf dem Gelände der Osterrathschule stand, entstanden.

Viele alteingesessene Wiedenbrückerinnen und Wiedenbrücker sagt der Begriff “Burg” noch etwas. Im Vereinsnamen, der LG Burg kommt, er bis heute vor.
Der Vorsitzende des Heimatvereins Wiedenbrück, Manfred Schumacher stellte das gute Stück nach dem Einbau zwischen dem Künstlerhaus und dem Museum der Wiedenbrücker Schule an der Hoetgergasse, jetzt der Öffentlichkeit vor. Vermutlich ist es in einer der drei oder vier damals in Wiedenbrück ansässigen Schlossereien entstanden, die auch zum Umfeld der “Wiedenbrücker Schule” zuzurechnen sind.
Das Tor lag seit dem Abriss der Burg in den 70er Jahren auf dem städtischen Bauhof. Beim Abriss wurde alles was noch verwertbar schien, dort eingelagert. Dort fristete es ein unbeachtetes Dasein.

Tor

Während der Ausräumaktion des ehemaligen Heimatmuseums an der Langen Straße stieß Manfred Schumacher auf Notizen über eingelagerte Gegenstände aus der historischen Vergangenheit Wiedenbrücks und machte sich mit anderen Mitgliedern des Heimatvereins auf die Suche.
Das schmiedeeiserne Tor misst 3,70 Meter in der Breite, 2,20 Meter in der Höhe und ist mehr als 300 Kilogramm schwer. Dazu kam der marode Zustand des dreiflügligen Tores, das vor der Aufstellung erst restauriert werden musste.

Der aus Rheda stammende, heute in Gütersloh beheimatete Metallbauer Elmar Mersch übernahm diese Arbeit. „Es war eine Herausforderung, so ein Tor in Händen zu halten“, schwärmte er. „Ohne Schweißung, nur mit Nieten zusammengehalten, alles Handarbeit – superklasse!“
Der Zustand vieler Zierstücke, etwa der eisernen Blumen war durch die lange Lagerzeit sehr schlecht. „Die waren zum Teil so stark verrostet, dass beim geplanten Sandstrahlverfahren nicht mehr viel übrig geblieben wäre“, sagt Mersch.

 

Da diese Teile nicht mehr zu retten waren, wurden sie bei der Restaurierung auch nicht ersetzt. Alles, was ging, wurde von Mersch auseinander gebaut, gesandstrahlt und nach Grundierung und Lackierung zusammengesetzt. Ohne Herzblut des Fachmanns und die finanzielle Förderung des Museumsstifters Bruno Höhner ging an dieser Stelle nichts.

Das Tor schließt jetzt den Innenhof zwischen Museum und Künstlerhaus, der nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, da die Privatsphäre der Mieter des Künstlerhauses gewahrt bleiben soll.
Das Tor wird in den nächsten Tagen um noch einige Details weiter ergänzt, so dass die alte Pracht stilecht und stimmig das Gebäudeensemble weiter steigert.

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Tags: Wiedenbrücker Schule

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