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Schnatgang 2016

Januar 1st, 2017 · Keine Kommentare

Mit Rekordbeteiligung konnte am Mittwoch den 28. Dezember, der traditionelle „Schnatgang“ der Heimatvereine Wiedenbrück-Reckenberg und Rheda durchgeführt werden, dem sich in diesem Jahr auch der Heimatverein Langenberg angeschlossen hatte.

Bildquelle: Martin Brockhinke

Trotz bewölktem Wetters fanden sich rund 60 Heimatfreunde am Treffpunkt, dem Café „Zur Linde“ in Langenberg ein. Begrüßt wurden die Teilnehmer von der stv. Vorsitzenden des Wiedenbrücker Heimatvereins Sigrid Theen und Vorstandsmitglied Martin Wedeking vom HV Rheda. Die Wanderroute war vom Schriftführer des Wiedenbrücker Heimatvereins, Martin Brockhinke, anhand alter Grenzkarten ausgearbeitet worden. Die Führung der Gruppe übernahm der Langenberger Heimatvereinsvorsitzende Leo Meyer.

Der erste Wegeabschnitt führte vom Kirchplatz über die Wellstraße, die Teil einer uralten Heerstraße ist und über die auch der historische „Jakobsweg“ führte. Über die Mastholter Straße wurde die alte „Gemeinheit“ Schlingfeld, die früher eine gemeinschaftlich genutzte Heide- und Weidefläche war, durchquert. Am Landgraben überschritten die Teilnehmer die Grenze zur alten Gemeinde Benteler. Östlich davon wurde ein besonderer Grenzstein besichtigt, der das „Dreiländereck“ zwischen dem ehemals osnabrückischen Amt Reckenberg, dem Fürstbistum Münster und der Grafschaft Rietberg kennzeichnete. Hier berichtete Leo Meyer von jahrhundertelangen Grenzstreitigkeiten um die „Wietfeldsheide“ und den sog. „Peltzkamp“, die erst 1788 beigelegt wurden.

Ohne Grenzdifferenzen setzten auch die Mitglieder der Heimatvereine daraufhin ihre Wanderung Richtung Norden fort. Östlich des uralten Hofes Ostlangenberg wurde die Rietberger Straße erreicht. Da die Stimmung gut und das Wetter stabil war, wurde auf Initiative der Langenberger Heimatfreunde noch ein Abstecher nach Norden über den Eusternberg Richtung Forthbach unternommen. Hier ging es teilweise über Stock und Stein quer über Äcker- und Wiesen zur Flur „In der Schweiz“ in Selhorst. Westlich davon wurde über den Mühlenweg wieder ein altes Stück des Jakobsweges begangen. Von dort führte der Weg über den an dieser Stelle durchaus steilen „langen Berg“ wieder zurück zum Kirchplatz.

Die geplante Wegstrecke von 5 km wurde damit um fast 2 km überschritten. Die Teilnehmer sahen es den Organisatoren nach und genossen die Erkundung eines landschaftlich besonders reizvollen Bereiches der Heimat. Das abschließende gemeinsame Kaffetrinken klang bei harmonischer Stimmung und der Zusage, die jahrhundertealte Tradition der „Schnatgänge“ auch im kommenden Jahr weiterzuführen, aus.

Bilderstrecke:

Tags: Tagesfahrten und Reisen

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