Das Ziel der diesjährigen Drei-Königs-Wanderung des Heimatvereins Wiedenbrück-Reckenberg war Haus Aussel. Über 30 Heimatfreundinnen und -freunde trotzten dem Tief Daisey und wanderten den schön ausgesuchten Weg von der Reitbahn zum Haus Aussel. Margot Piorkowsky hatte den Weg ausgesucht und trotz Schneetreiben und viel Schnee unter den Füssen war es ein wunderbarer Winterspaziergang.
Am Ziel wurde die muntere Schar noch durch einige Heimatfreundinnen und -freunde vergrößert, die mit dem Bus angereist waren. Im Haus Aussel führte die Hausherrin Mechthild Höner die Gruppe durch den seit 1979 von ihrer Familie liebevoll wieder in Stand gesetztenund bis heute wunderbar gepflegten Burgmannshof. Bernhardi Brielmann bedankte sich im Namen des Vereins herzlich für die freundliche Aufnahme und die unterhaltsame Führung mit einem Blumenstraus. Auch kam die Sprache auf die “weiße Frau”, die laut Mechthild Höner nicht mehr im Haus unterwegs ist.
Die “weiße Frau” bezieht sich auf eine Geschichte, die “vor langer, langer Zeit” im Haus geschehen sein soll. Hier die Kurzfassung:
Ein Edelmann, der mit seiner Frau auf dem Haus lebte mußte in den Krieg ziehen. Sie blieb alleine zu Hause zurück und war traurig und einsam. Da kam die Gesellschaft eines umherziehenden Gesellen gerade recht. Aus der Gesellschaft wurde bald der Liebhaber der Frau. Nach Wochen des Kriegsdienstes kam der Edelmann zurück, ertappte beide inflagranti und ermordete den Liebhaber. Seine Frau sperrte er mit vielen Lebensmitteln ausgerüstet in den Keller des Hauses und ließ ihn zumauern. Danach ging er in den Krieg zurück, wo er alsbald fiel. Seine Frau verhungerte daher in ihrem Verließ im Haus. Von Zeit zu Zeit sollte ihr Geist durchs Haus wandern, immer auf der Suche nach Gesellschaft, die sie dann betören wollte. Und wer den Kellerraum öffnen würde, müsste sterben.
Allerdings erwies sich der Raum bei der Sanierung des Hauses als leer und wurde in die Kellerflächen des Hauses integriert.
Nach der anschaulichen und kurzweiligen Führung, wurde gemeinsam Kaffee getrunken und man blieb noch eine Weile in dem festlich geschmückten Saal beieinander. Per Bus wurde der Heimweg angetreten, so dass der Wintertag, trotz Daisey ein wunderbarer Wandertag war.






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