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Haus Aussel – Denkmal des Monats im November 2006

September 16th, 2008 · Keine Kommentare

Der bekannte alte Gräftenhof Haus Aussel an der Lippstädter Straße im Ortsteil Batenhorst von Rheda-Wiedenbrück darf sich jetzt als „Denkmal des Monats“ in die Reihe der Denkmäler einreihen, die die Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne Nordrhein-Westfalen“ ins öffentliche Bewusstsein rücken möchte.

Das 425 Jahre alte vom Eusternbach umflossene Gebäudeensemble ist ein in seiner Art einmaliges Baudenkmal. Die Ursprünge des Gräftenhofes gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. In den Aufzeichnungen sind 1197 die Herren von Oldesloe in Diensten der Grafen von Rietberg, später der Bischöfe von Osnabrück als Besitzer erwähnt.

Bildquelle: Historische Stadtkerne Nordrhein-Westfalen

Als Bauherr des denkmalgeschützten Haupthauses aus dem Jahr 1580 wird Moritz II. von Amelunxen genannt. Der Renaissance-Bau hat eine einmalige Besonderheit: Dieser Wehrbau, der alle Merkmale einer Burg zeigt, nämlich Zweigeschossigkeit Querstellung des Baukörpers und Ecktürme, wurde im Stil des Wiedenbrücker Ackerbürgerhauses, als Fachwerkhaus errichtet.

Von den ehemals drei Vorhäusern, ist heute nur noch das denkmalgeschützte zweigeschossige Fachwerkhaus auf der Vorburg von 1689 erhalten. Als in den 70 Jahren das Haus Aussel abgebrochen und ins Freilichtmuseum Detmold verbracht werden sollte, kaufte 1979 der Mäzen Bruno Höner, Inhaber der bekannten Rheda-Wiedenbrücker Firma Musterring International, das Anwesen und nahm mit Unterstützung von Stadt, Kreis und Land das Wagnis der Restaurierung auf sich.

Diese fand ab November 1981 unter der Leitung des Architekten Rolf Hurlbrink, der jetzt auch den Umbau des Museum Wiedenbrücker Schule vornimmt, statt. Die Restaurierung wurde 1986 gewürdigt, als das Objekt im europäischen Denkmalschutzwettbewerb „Europa Nostra“ mit dem „Diplom of Merit“ ausgezeichnet wurde.

Tags: Allgemeines