Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg e.V. Startseite

Generalversammlung im Jägerheim gut besucht

März 8th, 2009 · 1 Kommentar

Am Samstag, den 7. März 2009 fand in der Gaststätte Jägerheim die traditionelle Generalversammlung des Heimatvereins Wiedenbrück-Reckenberg e.V. statt.

Über 70 Heimatfreundinnen und Heimatfreunde hatten sich im Jägerheim versammelt, um auf das vergangene Vereinsjahr Rückschau zu halten und auf die neuen Aktivitäten im Jahr 2009 vorzubereiten.

hvgeneralversam09Bildquelle: Generalversammlung im Jägerheim

Das Jahr 2008 hatte mit der Vorbereitung für das neue Wiedenbrücker Schule Museum und dem Umzug der Objekte aus dem alten ins neue Domizil sehr viele Kräfte des Heimatvereins eingebunden.

Der Vorsitzende Manfred Schumacher dankte allen Mitgliedern die tatkräftig an den verschiedensten Stellen zum Gelingen dieses Werkes beigetragen hatten. Und beschrieb die gute und erfreuliche Besucherentwicklung im neuen Haus. Auch die bestehenden Arbeitskreise, die jetzt ebenfalls im neuen Haus in den Räumen des Heimatvereins im Obergeschoss tagen, haben bereits ihre ersten Sitzungen dort abgehalten.

hvgeneralversammlung09Bildquelle: Vorstand und Bürgermeister

Bernd Jostkleigrewe, der als Bürgermeister der Stadt die herzlichsten Wünsche an die Versammlung überbrachte und ebenfalls Mitglied im Heimatverein ist, bescheinigte den Mitgliedern ihr großes Engagement für das neue Museum und betonte, dass die hohen Fördergelder der öffentlichen Stellen und Denkmalbehörden nur wegen dem großen und überdurchschnittlichen Engagement des Heimatvereins so reichhaltig geflossen sind. So eine Leistung würden die wenigsten Vereine überhaupt erbringen können. Daher dankte er nochmal den Beteiligten und dem Verein und freute sich, dass dieses schöne und einmalige Museum in Wiedenbrück entstehen konnte.

Nach dem Grusswort wurde eine kleine Kaffeepause eingelegt, ehe die Vereinsregularien weiter verfolgt wurden. Horst Schauer legte den Kassenbericht von 2007 und 2008 vor und wurde von den beiden Kassenprüfern für seine vorbildliche und akurate Arbeit gelobt. Der beantragten Entlastung des Vorstands kam die Versammlung einstimmig nach.

Rückblicke und Ausblicke auf die Tätigkeiten des Vereins im vergangenen Jahr neben dem Museum stellten Rudi Bresser  für die Mehrtagesfahrten, Margot Piorkowsky für die Tagesfahrten, Sigrid Theen für den Historischen Gesprächskreis, Hans-Josef Alke für die Radtouren und Katharina Korsetzke für den Plattdeutschen Krink vor.

Margot Piorkowsky erläuterte, dass das Jahresprogramm für die zweite Hälfte 2009 den Mitgliedern bald über die beiden Schaukästen am alten und am neuen Museum sowie schriftlich und per Internet bekannt gegeben würde. Die Internetseite des Heimatvereins die bisher von Rudi Bresser betreut wurde, wird jetzt von Christiane Hoffmann weitergeführt. Über 2.000 Besucher haben die Seite bisher aufgesucht und Kontakt mit dem Verein gesucht. Auch von den anwesenden Mitgliedern sind 20 Heimatfreunde und Heimatfreundinnen regelmässig in diesem Medium unterwegs. Die Seite gehört unter den Heimatvereinen zu den Top Ten in Deutschland.

Die jeweiligen Termine finden sich auch hier im Anschluss an den Bericht von der Generalversammlung.

Bezugnehmend auf das Projekt Rindertor, führte der Vorsitzende noch einmal die Position des Heimatvereins aus und bedankte sich bei den Mitgliedern des Arbeitskreises, die die historischen Fakten zusammengetragen haben. Ebenfalls kurz äußerte sich Franz-Josef Krane zu seinem Projekt.

hvgeneralversammlung009Bildquelle: Manfred Schumacher und Alfons Michels mit den Ergebnissen des Arbeitskreises

Christiane Hoffmann schloss in der Versammlung noch ein kurzes Referat über die Besonderheit der Bedeutung des Namens “Wiedenbrücker Schule Museum”, als Lebens- und Arbeitsgemeinschaft v0n selbstständigen und erfolgreich arbeitenden Kunstwerkstätten in Wiedenbrück an. Der wirtschaftliche und künstlerische Erfolg der Werkstätten in Wiedenbrück, die sich aus dem reichen künstlerischen Erbe der alten Stadt Wiedenbrück speiste, führte zwischen 1845 und 1920 zu der Entstehung des Begriffes und des Gemeinschaftsgefühles der “Wiedenbrücker Schule” als erfolgreiches, künstlerisches Netzwerk von Künstlern und Kunsthandwerkern. In den Werkstätten schufen Wiedenbrücker und Rhedaer Künstler sakrale Kunstwerke für jede Konfession und waren bis nach Übersee erfolgreich tätig. Altäre “Made in Wiedenbrück” waren Qualitätsprodukte, die termintreu und jeweils optimal passend geliefert wurden. Dem wirtschaftlichen Erfolg gesellte sich auch das Persönliche dazu, so dass z.B. der Männergesangverein “Hoffnung” aus der Verbindung der Bildhauer im privaten Bereich entsprang. Diese Gemeinschaft verstand sich wie andere Künstlergemeinschaften der Zeit als “Schule” (z.B Schule von Pont Aven”) in dem Sinne, dass Schaffen und Leben gemeinsam, sich gegenseitig befördernd gepflegt wurden. Daher wurde als Name für das neue Museum nicht Wiedenbrücker Kunst oder Sakralkunst aus Wiedenbrück oder einfach Stadtmuseum Wiedenbrück genommen, sondern Wiedenbrücker Schule Museum als Lebens- und Arbeitsgemeinschaft in der ehemaligen Stadt Wiedenbrück. Wiedenbrücker Schule als einzigartiger und immens wichtiger Teil der Geschichte der Stadt.

Bevor die Sitzung vom Vorsitzenden beschlossen wurden, musste die angekündigte Satzungsänderung beschlossen werden. Das geschah einstimmig, so dass die Sitzung um 17.30 Uhr offiziell geschlossen wurde.

Tags: Allgemeines · Wiedenbrücker Schule

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Denkmalschutz // Jan 5, 2012 at 17:01

    Freut mich das zu lesen!

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