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Festakt zum 100ten Geburtstag des Heimatvereins Wiedenbrück

Februar 19th, 2011 · Keine Kommentare

Genau vor 100 Jahren, am 19. Februar 1911 wurde der Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg e.V. vom damaligen Bürgermeister Paul Schmitz und geschichtsinteressierten Bürgern der Stadt gegründet.
Fast ebensoviel Gäste aus dem näheren und weiteren Umfeld, liessen es sich nicht nehmen zur Feierstunde in den Luise-Hensel-Saal am Kirchplatz in Wiedenbrück zu kommen.
Bildquelle: Kreisheimatpfleger Martin Waschke, Heimatvereinsvorsitzender Rheda Jürgen Kindler, Ehrenvorsitzender Alfons Michels, Vorsitzender Manfred Schumacher, Dr. Karsten Igel, Universität Münster u. Osnabrück, Bürgermeister Theo Mettenborg
Der Vorsitzende Manfred Schumacher, der erst der fünfte Vorsitzende in dem Amte ist begrüßte Honorationen, wie den Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück, Vorsitzende von hiesigen Vereinen, benachbarten Heimatvereinen und aktive Mitglieder und großzügige Förderer des Vereins.

Musikalisch umrahmt von Mitgliedern der Musikschule Paetzhold-Matzke überbrachten diese Grußworte und beschenkten den Verein mit Besonderheiten aus der gemeinsamen Geschichte.

Mit Spannung wurde der Festvortrag des Dozenten und Wissenschaftlers Dr. Karsten Igel erwartet, der über neueste Forschungsergebnisse der westfälischen Landesgeschichte referierte. Auch wenn Wiedenbrück keinen mittelalterlichen Königshof aufweisen konnte, wird Wiedenbrücks Bedeutung auf der Reiseroute der mittelalterlichen Könige und Kaiser aus dem Hause der Ottonen deutlich. Alleine der Aufenthalt der aus Byzanz stammenden Kaiserin Theophanu mit dem damalig 5-jährigen König Otto III. macht deutlich, das Wiedenbrück durchaus seine spannende Geschichte hat.
Das Dr. Igel den neuerscheinenden Westfälischen Städteatlas mit dem Blatt für Wiedenbrück für 2014 ankündigte und deshalb um etwas Verständnis bei den Heimatfreundinnen und Freunden warb, noch nicht alles an Ergebnissen im Rahmen dieses Vortrages vorwegnehmen zu können leuchtete ein.
Das Wiedenbrück weit mehr die kleinere Schwester des großen Osnabrücks sei, als das es Münster wäre machte auch noch mal die damals vorhandenen Gemeinsamkeiten deutlich. Das Rad als Wappen, ähnlich wie der Schlüssel des Apostels Petrus im ersten überlieferten Stadtwappen machte Dr. Igel als Heiligensymbol der Heiligen Katharina von Siena deutlich. Beide Wappenteile leiten sich aus der gemeinsamen Kreuzfahrt von Osnabrücker und Wiedenbrücker Menschen auf dem Zug von Barbarossa ins Heilige Land ab. Nach dem Kreuzzug den nicht alle Teilnehmer inklusive des Kaisers überlebten, wurden sowohl in Osnabrück als auch Wiedenbrück die beiden Bestandteile ins Stadtwappen aufgenommen. Da auch der Rhedaer Burgherr Widukind zu Rheda mit unterwegs war und ebenfalls wie der Osnabrücker Bischof vor Akkon fiel, belegt wie eng die Geschichte beider Stadtteile immerschon ist.

Mit einem launigen Gedicht über die Freuden des Mittuns im Verein schloss der Vorsitzende Manfred Schumacher den Festakt und lud die Festgemeinde zu einem kleinen Umtrunk ein.

Für die Mitglieder des Heimatvereins wird die Generalversammlung am 12. März 2011 mit einem Vortrag der Vorsitzenden des historischen Gesprächskreises Sigrid Theen den Höhepunkt des Jubiläumsjahres bilden.

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