Wieder ist ein Kapitel der Eisenbahngeschichte geschlossen worden. Seit dem 1.3.2010 wird die Eisenbahnbrücke der Linie Rheda-Wiedenbrück-Langenberg-Lippstadt am Moorweg in Rheda abgerissen. Die alte Eisenbahnbrücke wurde in den 20er-Jahre errichtetet und bestand fast nur aus Beton. Die Brücke war von 1922 bis 2001 in Betrieb. 1,80 Meter stark waren die Seiten mit den Widerlager. Es wurden große Mengen an Beton verbaut, da Stahlbeton noch nicht üblich war, um die nötige Stabilität zu gewährleisten. Die Betondecke des 4,80 Meter hohen und 6,50 Meter breiten Bauwerks ist 93 Zentimeter stark.
Die Brücke wird restlos beseitigt. Sie gehörte zu der Trasse die von 1922 bis 1979 Personen- und Güterverkehr und bis 2001 noch Güterverkehr aufnahm.
Vor 1922 nahm die Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Rheda und Wiedenbrück noch einen anderen Verlauf: von 1887 bis 1922 lagen die Bahnschienen etwa dort, wo sich heute die Ringstraße befindet und waren Teil der Strecke Münster-Lippstadt. Zur Geschichte der Eisenbahn in Rheda und Wiedenbrück gibt es von den Heimatvereinen Lippstadt und Rheda Ausarbeitungen, die die Geschichte dokumentieren.
Durch den Abbruch der alten Eisenbahnbrücke wird Platz geschaffen für den geplanten Ausbau des Moorwegs im Bereich zwischen der Parkstraße und dem Galgenknapp.
Ziel ist dort, wo früher die Züge über den Moorweg rollten, einen Radweg anzulegen, so dass künftig Radfahrer auf der alten Bahntrasse vom Bahnhof Rheda durch die Flora Westfalica über die Hauptstraße hinaus bis nach Wiedenbrück fahren können.
Hier ein paar Impressionen vom Zustand der Trasse im März 2010:




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