Zusammen mit den beiden Heimatfreunden Alfons Brielmann und Manfred Schumacher stellt die Firma Bernhard Vielstätte zwei Barockfiguren aus Sandstein vom ehemaligen Standort des Krankenhaus St. Vinzenz jetzt im Wiedenbrücker Schule Museum auf.
Beide Heiligenfiguren waren früher am alten Standort bzw. am abgerissenen Kloster am Ostenwall zu Hause gewesen. Sie machten den Umzug des Krankenhauses an die Rietberger Strasse in den 60er Jahren mit, fanden dort aber so recht keine Bestimmung. Falls es im Privatbesitz noch Hinweise auf den ehemaligen Standort der Figuren gibt, wäre der Heimatverein sehr glücklich diese zu bekommen.
Bei der Einrichtung des Wiedenbrücker Schule Museums wurden auch die beiden Figuren wieder in den Fokus genommen, da sie aus einer vorangegangenen Bildhauerepoche vor Ort, vermutlich aus dem Zusammenhang mit den Bildhauern Licht, die auch in St. Vit tätig waren stammen.
Beide Figuren zeigen weibliche Heilige als Standfiguren. Die Figur der Maria ist als klassisches Kontrapost ausgeführt und hält eine Jesusfigur im Arm. Die Figur der Seligen Johanna Valesia führt eine stehende Kleinkinderfigur mit sich. Ihre Ikonografie beschreibt sie als Annuntiatin im Ordenskleid, der das Jesuskind den Ring an den Finger steckt.
Beide Figuren sind in Sandstein ausgeführt und tragen durch ihre Körperhaltung und die Gewandbehandlung barocke Züge die eine Entstehung um 1750 möglich erscheinen lassen.
Das Aufstellen der mehr als dreihundert Kilo schweren Figuren, die vorher in der Werkstatt des Bildhauers Vielstätte in Herzebrock-Clarholz restauriert, gesichert und zur Aufstellung vorbereitet worden sind, war ein Kraftakt.
Hier ein paar Bildimpressionen der Aufstellaktion:
Die Profis aus Herzebrock meisterten diese Herausforderung mit Bravour und bereicherten damit jetzt den Sonderausstellungsraum des Museums.
Hier ein kleiner optischer Beitrag zu dieser Kraft- und Bravourleistung:




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